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09.04.2014

Die Parodontologie

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Was versteht man unter Parodontologie?

Die Parodontologie beschäftigt sich mit der Behandlung des Zahnhalteapparates. Sowohl Zahnfleischentzündungen, d.h. die Gingivitis, sowie Entzündungen des Zahnbettes, d.h. Parodontitis, fallen ins Feld der Parodontologie. Parodontitis oder auch Parodontose ist eine weit verbreitete Erkrankung, die durch vielerlei Sachen ausgelöst werden kann. Essentiell sind bestimmte Bakterien sowie das körpereigene Immunsystem. Werden diese Bakterien bei der Mundhygiene nicht komplett vernichtet, so können sie Giftstoffe herstellen. Als Folge kommt es zu Entzündungen,die im schlimmsten Fall sogar den Kieferknochen zerstören können. Dieser Prozess vollzieht sich allerdings im Laufe mehrerer Jahre, sodass es möglich ist, rechtzeitig einzugreifen. In dem meist schleichenden Verlauf der Krankheit können einige Symptome beobachtet werden, obwohl die Parodontose meist schmerzfrei verläuft.

Häufige Symptome sind Mundgeruch, gerötetes, blutendes sowie teilweise schmerzendes Zahnfleisch und Beläge auf den Zähnen.

Welche Therapie ist für Parodontose geeignet?

Die Therapie von Parodontose erfolgt in vier Schritten. Zu Beginn erfolgt eine Vorbehandlung, bei der sämtliche Ablagerungen im Mundraum entfernt werden. Patienten sollten diesen Behandlungsschritt durch eine noch gründlichere Mundhygiene Zuhause unterstützen. Im zweiten Behandlungsschritt, der sogenannten Kürettage,werden unter örtlicher Betäubung selbst jene bakteriellen Ablagerungen entfernt, die sich an den Wurzeloberflächen befinden. Im Anschluss erfolgt die Beseitigung der Knochendefekte, was man Parodontalchirurgie nennt. Dieser Behandlungsschritt erfolgt je nach genauer Knochenschädigung. Die Regeneration als viertes Stadium erfolgt übergreifend.

Zur Prognose von Parodontitis

Parodontitis kann jeden treffen. Statistisch gesehen muss jeder zweite Erwachsene ab dem 35. Lebensjahr einmal deswegen behandelt werden. Neben Karies spricht man bei Parodontitis von der häufigsten Infektionskrankheit. Eine möglichst frühzeitige Behandlung sowie eine gründliche Mundhygiene helfen dabei, das Fortschreiten der Krankheit aufzuhalten. Vor allem Raucher sollten zwingend an Voruntersuchungen teilnehmen, da sie besonders häufig von Parodontitis betroffen sein können. Andererseits fehlen bei ihnen meist jegliche Frühsymptome, was eine frühzeitige Behandlung erschwert.


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